Dyke* March 2022

Am 5. August ist es wieder so weit: Das Lesbennetzwerk Hamburg ruft zum 7. Dyke* March für mehr Lesbische* Sichtbarkeit auf.

Liebe lesbitrans* Communities: kommt zusammen, um gemeinsam für mehr Sichtbarkeit von Lesben* zu stehen. Der Dyke* March ist eine bunte Mischung aus Lesben*, Freund*innen und Allies* aller Orientierungen, Haarlängen, Altersgruppen, Nationalitäten und Befindlichkeiten, sowie eine Plattform, Euch und Eure Interessen und politischen Forderungen zu präsentieren.

Bringt Parolen, Flaggen, witzige Sprüche mit, damit der Dyke* March Hamburg ein farbenprächtiges Ereignis für alle wird. Seid laut, stark, bunt und selbstbewusst!

Wir freuen uns über gepostete Fotos der Teilnehmer*innen, sowie das Taggen auf Instagram mit @dykemarchhamburg und auf Facebook mit @Lesbennetzwerk.

Dyke* steht nicht für Ausgrenzung, Hass oder Diskriminierung.

Dyke* steht bei uns für „Lesbe/queere Frau*/frauenliebende Frau*/genderqueere Lesbe/trans* Lesbe/non-binäre Lesbe/intergeschlechtliche Lesbe “, die stark und selbstbewusst ist. Wie so viele einst abwertend gemeinten Wörter hat das Wort im Laufe der letzten Jahrzehnte eine Umdeutung ins Positive erfahren.

Der Protestmarsch bietet Lesben*, Freund*innen und Allies* aller Orientierungen, Haarlängen, Altersgruppen, Nationalitäten und Befindlichkeiten eine Plattform, sich und ihre Interessen und politischen Forderungen zu präsentieren.

Lesben* gibt es überall. Oft sind sie aber nicht sichtbar.

Lesben* sollten in jedem Lebensalter und in ihren unterschiedlichen Lebenslagen, in ihrer Vielfalt und ihrer Power, mit ihren Themen und Interessen, ihren Beiträgen zu Kultur und Geschichte und insbesondere zur Geschichte der Frauen*emanzipation sichtbar sein können.

Viele Lesben* haben in der Frauenbewegung erheblich dazu beigetragen, dass Frauen öffentlich stärker wahrgenommen und mehr anerkannt werden, dass Gewalt gegen Frauen als gesellschaftliches Problem definiert wurde, dass Frauen ein selbstbestimmtes Verhältnis zur weiblichen Sexualität entwickelten, und blieben doch als Lesben oft unsichtbar.

Zudem werden die Bedürfnisse und Belange von lesbischen* Frauen* in Gesellschaft, Politik und Öffentlichkeit aber auch in der Community wenig bis gar nicht thematisiert. Lesben* werden sowohl mit ihren Potentialen als auch mit ihren spezifischen Ausgrenzungserfahrungen ignoriert oder nur unzureichend wahrgenommen.

Die spezifische Situation von Lesben* muss in allen gleichstellungspolitischen Maßnahmen Berücksichtigung finden. Dazu gehört auch die tatsächliche Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt, eine umfassende Reform des Abstammungs- und Familienrechts, die Umsetzung der Istanbul-Konvention, ein Aktionsprogramm zur Prävention gegen Gewalt und die Unterstützung von gewaltbetroffenen Frauen, Lesben* und Kindern engagiert anzugehen.

Die kontinuierliche Finanzierung und Förderung für u.a. die Erforschung und Sichtbarmachung lesbischer* Geschichte muss ebenso gewährleistet werden wie die paritätische Förderung von Lesben*projekten und – organisationen.

Auch Wohnformen für Lesben* – mit und ohne Unterstützungsbedarf – sind dringend notwendig – um nur einige Beispiele zu nennen.

Lesben* sind keine homogene Gruppe. Ihre Erfahrungen, Chancen und Identitäten sind neben ihrem Geschlecht auch von vielen anderen Faktoren geprägt.

So sind u.a. Schwarze Lesben*, Lesben* of Color, Lesben* mit Migrationsgeschichte, körperlich und geistig beeinträchtigte Lesben*, Lesben* aus der Arbeiter*innenklasse, akademische und nicht akademische Lesben*, Lesben* mit Fluchterfahrung, alte und /oder trans*geschlechtliche Lesben* von zusätzlicher Mehrfachdiskriminierung betroffen.

Mit dem Dyke*March wollen wir ein Zeichen setzen und unsere Diversität lautstark demonstrieren. Wir wollen zeigen, dass wir die vielen unterschiedlichen Orientierungen, Identitäten, Lebensweisen und Selbstbezeichnungen respektieren. Nur gemeinsam und im solidarischen Miteinander wird uns der Kampf gegen die Unsichtbarkeit gelingen.

Start: Freitag, 5. August 2022

Uhrzeit: 18.30 Uhr

Ort: Bergstraße / Ecke Mönckebergstraße

Demo mit Abschlusskundgebung am Carl-von-Ossietzky-Platz

Bitte achtet weiterhin auf unsere Kommunikationskanäle, wie die Facebook-Seite des Lesbennetzwerkes https://www.facebook.com/lesbennetzwerk/ ,

dem Instagram Account des Dyke*March Hamburg https://instagram.com/dykemarchhamburg?utm_medium=copy_link ,

da es noch leichte Abweichungen geben kann und die endgültige Anmeldebestätigung noch aussteht.